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Ein-Wochen-Retreats "Freitag-zu-Freitag"

7-Tage-Schweige-Retreats

Was erwartet mich in den 7 Tagen? Wie verläuft ein Retreat? Auf was muß ich mich einstellen? Wie ist der Progammablauf?

Wie der Name „7-Tage-Schweige-Retreats“ vermuten läßt wird in den 7 Tagen des Retreats mit wenigen Ausnahmen geschwiegen. Ziel des Retreats ist ein wirkungsvoller Rückzug aus dem Stress des Alltags.

Alle Übungen und Methoden im Retreat Haus haben nur dann ein Fundament, wenn wir uns einer gelebten Ethik verpflichten.


So folgen alle Teilnehmer den acht Tugendregeln, die seit je her Gemeingut edler Menschen waren.

1. Kein Lebewesen töten, nicht verletzen

2. Nichts nehmen was nicht gegeben wurde

3. Nicht begehrlich sein, das bedeutet hier auf sexuelle Aktivitäten zu verzichten

4. Nicht Lügen (hier gilt: das Schweigen einhalten)

5. Verzicht auf Rauschmittel wie Alkohol, Drogen, welche den Geist trüben

6. Verzicht auf Unmäßigkeit beim Essen (nur zwei Mahlzeiten)

7. Verzicht auf Ablenkungen, das bedeutet hier: entschlossener Verzicht auf digitale Geräte, Verzicht auf Kosmetik und Duftstoffe, Parfum. Außerdem Verzicht auf unpassende Kleidung wie Shorts, weit ausgeschnittene Blusen oder gemusterte bunte Kleidung. Auch geräuschlose Kleidung wäre wünschenswert.

8. Verzicht auf Luxus und Bequemlichkeit

Der Programmablauf

Das tägliche Programm*
FR

bis 18:00 - Anreise

Ab 16 Uhr
können die Zimmer bezogen werden.

Abgeben aller digitalen Geräte im Büro.

Ab 17 Uhr
leichtes Abendessen.

Um 19 Uhr
ist die Einführung, welche Voraussetzung für die Teilnahme am Retreat ist.

Aufnahme der Übungsregeln 
Beginn des Schweigens und der Übungspraxis

21.30 Uhr
Metta-Meditation auf dem Zimmer

22.00 Uhr
Nachtruhe

SA
SO
MO
DI
MI
DO
5:00 Uhr

Aufstehen

5:30 Uhr

Meditation im Gehen und Sitzen

7:30 Uhr

Frühstück

8:30 Uhr

Meditatives Wandern im Naturpark Alternativ: Meditation im Gehen und Sitzen

11:30 Uhr

Tageslektion auf dem Zimmer

12:00 Uhr

Mittagessen

13:00 Uhr

Ruhen

14:00 Uhr

Meditation im Gehen und Sitzen

16:00 Uhr

Achtsamkeits-Yoga

17:00 Uhr

Tee / Pause Individuelle Zeit

18:00 Uhr

Tageslektion (Reflexion) auf dem Zimmer

18:30 Uhr

Meditation im Gehen und Sitzen

21:30 Uhr

Metta-Meditation auf dem Zimmer

22:00 Uhr

Nachtruhe

FR

bis 10:00 - Abreise

5.00 Uhr
Aufstehen

5.30 Uhr
Meditation im Gehen und Sitzen

7.30 Uhr
Frühstück

8.00 Uhr
Ende des Schweigens – Zeit für edles Gespräch - Austausch

10.00 Uhr
Abreise

*Programm gültig für Retreats von Hartmut vom Bovert. Bei anderen Referenten kann der Tagesablauf abweichen!
 

Achtsamkeits-Meditationen

Die Fähigkeit, aufmerksam zu sein, ist uns allen schon in einem gewissen Maß gegeben. Doch anhaltende Aufmerksamkeit von Moment zu Moment über den ganzen Tag hinweg wird nicht ohne Übung erlangt. Dafür braucht es weitere geistige Fähigkeiten wie Vertrauen, Geduld, Willenskraft und auch ein klares Verständnis davon, wie der Geist zu fokussieren ist.

Um diesem Ziel näher zu kommen, üben wir uns hier vor allem in Achtsamkeits-Meditation, deren erster Schritt darin besteht, jedem Moment unseres Lebens Aufmerksamkeit zu schenken und jede Situation des Lebens zu nützen, achtsam zu sein.

Sitz- und Gehmeditation wechseln sich ab, wobei der Geist immer auf den jeweiligen, vorherrschenden Erfahrungsmoment fokussiert ist. Bei den alltäglichen Handlungen wird das beobachtet, was tatsächlich im gegenwärtigen Moment geschieht. Essen, Trinken, Waschen, Anziehen – alles in Langsamkeit und klar bewusst. Doch auch aufsteigende Gedanken, Stimmungen und Gefühle werden bewusst notiert.

Sensorisches Fasten
Darüber hinaus findet sinnliches, sensorisches Fasten statt, also Reduzierung der Sinneseindrücke. Die Menschen, die zu uns kommen, verzichten dafür ganz auf die Benutzung digitaler Geräte. Sie schauen weder Fernsehen noch lesen oder schreiben sie.

Sie bewahren edles Schweigen und treten nicht untereinander in einen Dialog ein. Sie lernen, sich allmählich von pausenlosem Denken zu lösen und den Geist nicht durch ständiges sorgen, planen, wünschen und kritisieren zu erschöpfen. Stattdessen lauschen sie auf die Geistesstille, die geschieht, wenn wir vom Denkprozess loslassen.

Ein altes Weisheitswort lehrt: "Der erste Schritt unserer Heilung geschieht mit der Stillung unserer Gedanken."

Meditatives Wandern
Doch um jede Einseitigkeit zu vermeiden, gehen wir jeden Tag morgens in die Natur um beim meditativen Wandern eine echte Verbindung zur Außenwelt herzustellen. In die Weite blicken, tief durchatmen, die frische Bergluft in sich aufnehmen und der Schönheit der Natur in Stille ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken. Wann haben Sie zuletzt für mehr als fünf Minuten einem Vogel, einem Baum oder einer Bergspitze ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt? Wandern ist die gesündeste und natürlichste Bewegungsform für den Menschen, und als Ausgleich für das Sitzen im Büro oder auf dem Meditationskissen geradezu ideal.

Achtsamkeits-Yoga
ist ein weiteres wirksames Mittel, Harmonie und Bewusstsein zu fördern. Dabei wird eine langsame Körperbewegung mit einem bewusst geführten Atem verbunden, was durch eine auf die Körperbewegung und Atemfluss gerichtete Aufmerksamkeit ermöglicht wird. Bei Gesprächsbedarf gibt es die Möglichkeit im ...

Einzelgespräch
... sich Rat zu holen und auszutauschen.

Der Teilnehmer berichtet dem Lehrer in kurzer Form von seinen Beobachtungen während der Sitz- und Geh-Meditation, sowie den alltäglichen Verrichtungen.

Der Lehrer gibt Hinweise zum Umgang und der Überwindung von Meditations-Hindernissen. Das Gespräch dient der individuellen Feineinstellung der Meditations-Praxis der Teilnehmer.